Das neue Buch von Gerhard Rötzer Labrador, Big Love Die letzten Inuit

NEU: Unsere Patagonienreise 2016/2017


Risikobereitschaft

Meine Partnerin Helga und ich haben uns die Freiheit zum Wagnis genommen. Momente des Glücks sowie die Verwirklichung von Träumen wären uns ansonsten verwehrt geblieben. Wir ignorierten viele gut gemeinte Warnungen, blieben aber immer sensitiv für warnende Signale. Wir versuchten uns zwischen einer Vollkasko Mentalität und der Unvernunft von Hasardeuren einzupendeln. Zum weit überwiegenden Teil sind wir damit gut gefahren. Den mittlerweile reichen Fundus an Bildern und Wissenswertem wollen wir gerne mit Ihnen teilen.


Reiseliteratur zu Patagonien, Argentinien, Chile, Bolivien und Paraguay von Gerhard Rötzer

 
Helga Hantschel, Fotografin
Gerhard Rötzer, Reisebuchautor und Globetrotter aus Passion.
Helga Hantschel, Photographin und ständige Begleiterin bei allen Abenteuern.

Wie wurden Sie zum Globetrotter?


Den Drang in die Ferne hatte ich schon immer. Offensichtlich ist das zunächst eine Frage des Erbgutes. Jede der vielen Reisen trug zur Mehrung von Erfahrungen bei. So konnten vermeintliche Hürden abgebaut und die Ziele immer weiter gesteckt werden. Gleichzeitig wurde die Neugierde, hinter die Dinge zu schauen, ausgeprägter. Wichtig war das permanente Dranbleiben, um den Versuchungen der zivilisatorischen Errungenschaften wie Risikolosigkeit und Bequemlichkeit nicht zu erliegen.

Wie haben Ihre Reisen um die Welt Ihre Sichtweise und Sie selbst verändert?

Die Schwerpunkte wandelten sich vom Bereisen eines Landes zur ökologischen und gesellschaftspolitischen Bestandsaufnahme. Das Ergebnis war einigermaßen ernüchternd. Propaganda und willfährige Medien verhindern eine Transparenz der unglaublichen, allgegenwärtigen Korruption zur Bereicherung Weniger. Persönlich waren die Begegnungen mit Repräsentanten unterschiedlichster Kulturen ein unbezahlbarer Zugewinn. Die jeweiligen Wertevorstellungen differenzieren die Menschen und sollten zur Pflege von Selbstbewusstsein und Würde akzeptiert werden.   

Was ist Ihr Vorgehen als Autor?

Ziel ist nicht die Vermarktung sondern das Weiterreichen von ungewöhnlichen, wenn notwendig durchaus kritischen Informationen. Das macht mich frei von Interessenskonflikten.  Das Gerüst ist eine entlegene, wenig bekannte  Geografie mit seinen Einwohnern. Aus Gesprächen, einem Abgleich mit der Historie und den Fakten der Gegenwart, entsteht auf diese Weise ein Bild voller Überraschungen, oft abweichend von der offiziellen Lesart.

Was ist Helga Hantschels Vorgehen als Fotografin?

Mit hohem Einsatz und Mut. Helga Hantschel ist mit ihrem Foto 24 Stunden unermüdlich bei allen Wettersituationen präsent. Ihre besondere Stärke ist der Umgang mit Menschen aus allen Kulturkreisen.  Unter Wahrung des notwendigen Respekts öffnet sie behutsam die raue Schale, manche erfuhren zum ersten Mal die Akzeptanz einer ‚Gringa‘. Die so entstandenen Bilder geben Blicke in uns fremde Lebensbedingungen frei. Jedes unwiederbringlich.